Verpackungsarm einkaufen….

… gar nicht so einfach. Das habe ich heute mal wieder fest gestellt. Ich kaufe ja nun schon eine Weile Milchprodukte in Bioqualität und möchte so langsam auch andere Dinge in Bio kaufen. Immer wieder bin ich hin- und hergerissen zwischen diesem Wunsch, den Preisen und der Einkaufsrealität. Und es bleibt auch immer ein nagender Gedanke – ist das wirklich Bio oder reibt sich da jemand das Händchen, weil wieder ein dummer Konsument mehr Geld für etwas ausgegeben hat, das es identisch als „Billigprodukt“ gibt? Ist Bio wirklich Bio?

Mein heutiger Wocheneinkauf war eine Herausforderung aber auch spannend. Und ich habe meine Beute mal im Bild festgehalten und werde euch dazu etwas erzählen. Der Anfang war einfach – im Bioladen Milch, Joghurt und Sahne im Pfandglas gekauft. Perfekt. Frischkäse, Schmand etc. – gibt es nicht im Pfandglas, also in Plastikverpackungen. Nicht so schön. Davon gibt es kein Bild, die Idee mit dem Foto kam mir erst später..

Das ist meine Edeka-Ausbeute.

2014-01-06 18.41.56

Ich wollte keine Kondomgurke… also habe ich drei kleine lose Landgurken gekauft. Etwas Obst ging auch ohne Verpackung (Mango und Bananen, Äpfel haben wir noch). Salat habe ich mich mal für den Kopfsalat anstatt der heißgeliebten Salatherzen entschieden, da es den unverpackt gab. Kartoffeln konnte man sich in Papiertüten abpacken (hatte meine Beutelchen zu Hause vergessen…*schäm*). Nicht so toll war, das die Möhren in der Tüte nur ein Drittel von den losen kosteten, so habe ich mich für die Tüte entschieden. Der Broccoli war teuer und unansehnlich, da habe ich dann TK gekauft.

Weiter ging es zu Fleisch und Wurst. Käse an der Theke, beides demeter Varianten. Leider natürlich in Papier und Plastik eingepackt. Immerhin ist das Papier echtes Papier, mit einer hauchdünnen Plastikfolie drauf, die man abziehen kann und es dann getrennt entsorgt. Aber warum muss das ganze dann in eine Plastiktüte gepackt werden mit einem Plastiketikett drauf statt eines Papierausdrucks?

Fleisch und Wurst hat man die Wahl zwischen Bio=Abgepackt oder konventionell = aus der Bedientheke. Heute habe ich mich mal für Bio und abgepackt entschieden. Fisch habe ich in Papierverpackung und von Naturland gekauft. Kaffee ebenfalls in Bio-Qualität.

Die Kidneybohnen habe ich in Bio und Glas genommen – war aber mehr als doppelt so teuer als die in der Dose. Mal sehen, ob ich einen Unterschied schmecke.

Was kann ich besser machen? Brot selber backen oder vom Bäcker, aber ein gutes Schwarzbrot gibt es hier beim Bäcker nur selten. Möhren trotz des Preises lose kaufen. Auf TK-Gemüse verzichten (jetzt im Winter aber die schlechtere Alternative finde ich…).

Kategorien: Einkaufserlebnisse | 4 Kommentare

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4 Gedanken zu „Verpackungsarm einkaufen….

  1. Also wir bestellen uns (gerade für Obst, Gemüse, Käse und Brot) eine Ökokiste (www.oekokiste.de). Dort bekommst du normalerweise fast alles ohne störende Verpackungen (ein paar Ausnahmen gibt es) und du kannst wirklich Bio einkaufen. Vorallem kannst du alles aus der Region kaufen und eigentlich auch alle Betriebe besuchen. Natürlich werden auch nicht aktuelle Gemüse- und Obstsorten aus dem Ausland angeboten (in Bio-Qualität und meist mit Demeter-, Bioland- bzw. Naturland-Siegel). Ja es ist ein wenig teurer, aber die Qualität und vor allem die frische bei regionalen Lebensmitteln ist super.
    Evtl. gibt es bei dir auch noch andere Anbieter außer der Ökokiste, die so etwas auf die Beine gestellt haben… informier dich einfach mal und sei nicht scheu ruhig bei den Betrieben mal vorbei schauen… die sind alle super nett (also zumindest bei uns 😉 )

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  2. Hallo,
    Lebensmittel sind nach meiner Erfahrung wirklich der schwierigste Punkt! Bis da eine funktionierende Routine etabliert ist dauert es (ich bin schon seit über zwei Jahren dadran). Im Bad und alles im Haushalt ist soviel einfacher! Ich bin auch weit, weit von einem plastikfreien Lebensmitteleinkauf entfernt, aber manchmal, ganz manchmal klappt es: Und zwar dann, wenn ich mit Glasdosen bewaffnet im Bioladen einkaufe. Dort ist alles Gemüse lose und an der Theke bekomm ich Frischkäse, Hartkäse und Wurst in meine Dosen gepackt. Bei EDEKA machen die das nicht, aber in Bioläden eher schon. Auf dem Wochenmarkt funktioniert das auch, da schaff ich es aber so gut wie nie hin.
    Ansonsten, was ich auch echt oft mache, ist Lebensmittel aus der reduzierten Kiste einkaufen. Das ist dann zwar meistens konventionell und verpackt, aber sonst würde es wegen kurzem MHD am Abend auf dem Müll landen und das find ich ganz daneben. So wird wenigstens das Essen in der Verpackung gerettet und der ganze Aufwand war nicht völlig für die Katz.
    LG Zora

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  3. Achso, vergessen: Ich würde immer Glaskonserven vorziehen, weil aus der Plastikbeschichtung im Inneren der Dose Weichmacher und was weiß ich nicht noch alles ins Essen übergehen. Find ich persönlich einen wichtigen gesundheitlichen Aspekt. Ich hab früher ganz viel Konserven gekauft, bin dann auf Glas umgestiegen und kaufe mittlerweile nur noch ganz selten Konserven. Irgendwie hat sich mein Kochverhalten verändert, ohne dass ich es mir vorgenommen hatte. War ein schöne Nebeneffekt der Plastikreduziererei.
    LG Zora

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