Monatsarchiv: Juli 2014

Mikroplastik

Wir alle haben bestimmt mittlerweile davon gehört, das in vielen „schrubbenden“ Mitteln Mikroplastikpartikel drin sind, die so klein sind, dass sie durch die meisten Filter der Wasserwerke durchrutschen und die letztendlich in der Nahrungskette oder in unseren Körpern landen. Ich dacht zunächst immer nur an Peelings und bin schon hin und hergerissen, was ich mit meinem teuren Clinique Peeling machen soll – zum wegwerfen ist es mir zu teuer gewesen und es gefällt mir auch echt gut. Guten Gewissens benutzen kann ich es aber irgendwie auch nicht mehr.

Heute fiel mir dann auf, das ich gar nicht weiß ob z.B. die Scheuerpartikel in der Viss Scheuermilch auch Mikroplastik sind oder ob sie viellecht natürlichen Urspurngs sind. Da werde ich mal recherchieren. Ich habe sie jedenfalls sicherheitshalber entsorgt – waren ohnehin fast leer.

Recherchiert habe ich schon bei einer anderen Sache. Bei rossmann hatte ich Geschirrspülmaschinentabs entdeckt, die in einer Pappkarton verpackt sind und eine Hülle aus einer wasserlöslichen Folie haben. Gereinigt haben sie gut (habe ich schon einmal gekauft gehabt, bevor ich das mit dem Mikroplastik wusste…).

Nun habe ich bei Rossmann nachgefragt und folgende Antwort erhalten:

Meine Anfrage: Frage zu Domol Geschirr-Reiniger Tabs Ökologisch: Ist die Folie an diesen Tabs aus einem Material was sich wirklich unbedenlich in der Natur auflöst? Durch die Berichterstattung über Mikroplastikrückstände bin ich verunsichert und möchte auf keinen Fall noch mehr Plastik wegspülen… Ich würde mich freuen, wenn Sie mir das kurz sagen könnten. Vielen Dank.

Die Antwort: Die Auslobungen „sanft zur Umwelt“ und „unterstützen zugleich eine Verringerung der Umweltbelastung“ betreffen vor allem die Inhaltsstoffe.

Die Tabs sind gemäß der Ecolabel Kriterien hergestellt. Deshalb haben die angewendeten Inhaltsstoffe eine geringere Auswirkung auf Wasserorganismen und eine reduziertere Wasserverschmutzung, im Vergleich zu Produkten ohne die Ecolabel Zertifizierung. Weitere Informationen über Ecolabel und die Kriterien, finden Sie auch unter http://www.ecolabel.eu.

Heute werden alle Geschirr-Reiniger Tabs in Folie verpackt, da dies von der EU gesetzlich vorgeschrieben ist. Bei den domol Geschirr-Reiniger Tabs ökologisch wir eine wasserlösliche Folie für die Verpackung verwendet. Bei der Folie handelt es sich um eine wasserlösliche PVOH Folie die sich im Wasser komplett auflöst.

Die Lösung wird von Mikroorganismen zu Kohlendioxid und Wasser umgewandelt und ist voll biologisch abbaubar. Die wasserlösliche Folie ist ungiftig und hautverträglich. Normale Kunststoffverpackungen bestehen dagegen aus wiederverwertbaren Kunststoff die der Wertstoffsammlung zugeführt werden sollten.

Die Frage nach Mikroplastik wurde zwar nicht explizit verneint, aber wenn die Folie sich auflöst und von Mikroorganismen zu Kohlendioxid und Wasser umgewandelt wird, dann kann es ja wohl kein Plastik sein, oder?

Kategorien: Produktinfos und -entdeckungen | 17 Kommentare

PlasticFreeJuly – 1. Tag

Der erste Tag ist rum.. und wie schon gedacht, ist es schwer. Die Challenge heißt ja eigentlich, kein Plastik zu konsumieren… ich verstehe das für mich so, kein Plastik zu kaufen so weit es geht. Hier stichpunktartig die ups und downs des ersten Tages:

Ups:

  • Getränke komplett in Glasflaschen gekauft (Apfelschorle und Wasser). die haben zwar einen Plastikdeckel oder einen Aludeckel, aber das geht eben nicht ohne (und nein, ich mag kein Leitungswasser!)
  • Bioladeneinkauf weitestgehend plastikfrei, Obst und Brot in onya Beutel gepackt bzw. packen lassen. Der Schmand ist immerhin ein dünner Plastikbecher mit Papierummantelung, aber mit Aludeckel. Gibts aber nicht anders soweit ich weiß..
  • Bild
  • Frühstück und Mittagessen wie immer in Mehrwergdosen mitgenommen, da fabriziere ich schon ganz lange gar keinen Abfall mehr durch

Downs:

  • ebay Pakete fertig gemacht und hierzu alles gebrauchte Verpackungen verwendet, aber auch etwas Knallfolie und unvermeidbar Klebeband und ein paar weiße Aufkleber, um die alten Adressen zu überkleben. Wenn meine Altvorräte einmal aufgebraucht sind, dann möchte ich Papierklebeband kaufen, aber solange man noch was hat, ist das in meinen Augen unsinnig, das jetzt nur im Juli nicht zu verwenden
  • Beim Chinesen den Glückskeks aufgemacht… Plastik oder Aluverpackung weiß ich nicht genau, aber ich hätte ihn auch zulassen können, dann hätte ihn der nächste Gast bekommen. Hätte das was gebracht?
  • Aufschnitt an der Theke im Supermarkt gekauft – immerhin grundsätzlich in Papier eingewickelt (so beschichtetes Papier, wahrscheinlich auch etwas Plastik drin), aber dann in eine Plastiktüte gesteckt. Insgesamt aber viel weniger Verpackung als wenn man den SB-Aufschnitt gekauft hätte in den Hartplastikverpackungen. Und viel leckerer!
  • Kohlrabi lose und Kresse gekauft. Kresse mit Pappe rundherum (Schachtel) aber innen auf Plastik ausgesät. Könnte man selbst aussäen, hab sogar noch irgendwo eine Pappe. Hätte ich besser planen müssen… wäre aber plastikfrei gegangen.
  • Überall Kassenbons mitgenommen – da werde ich auch nicht drauf verzichten, obwohl ich weiß, das sie nicht aus Papier sind. Aber ich brauche die für meine Buchführung und zur sofortigen Kontrolle nach dem Einkauf.

Fazit: Verpackungsmaterial und Kresse wäre theoretisch (und wird zukünftig!) plastikfrei möglich sein. Aufschnitt immerhin verpackungsmüllarm eingekauft, wenn auch nicht ganz ohne.

Kategorien: Plasticfree July | 21 Kommentare

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