Mikroplastik

Wir alle haben bestimmt mittlerweile davon gehört, das in vielen „schrubbenden“ Mitteln Mikroplastikpartikel drin sind, die so klein sind, dass sie durch die meisten Filter der Wasserwerke durchrutschen und die letztendlich in der Nahrungskette oder in unseren Körpern landen. Ich dacht zunächst immer nur an Peelings und bin schon hin und hergerissen, was ich mit meinem teuren Clinique Peeling machen soll – zum wegwerfen ist es mir zu teuer gewesen und es gefällt mir auch echt gut. Guten Gewissens benutzen kann ich es aber irgendwie auch nicht mehr.

Heute fiel mir dann auf, das ich gar nicht weiß ob z.B. die Scheuerpartikel in der Viss Scheuermilch auch Mikroplastik sind oder ob sie viellecht natürlichen Urspurngs sind. Da werde ich mal recherchieren. Ich habe sie jedenfalls sicherheitshalber entsorgt – waren ohnehin fast leer.

Recherchiert habe ich schon bei einer anderen Sache. Bei rossmann hatte ich Geschirrspülmaschinentabs entdeckt, die in einer Pappkarton verpackt sind und eine Hülle aus einer wasserlöslichen Folie haben. Gereinigt haben sie gut (habe ich schon einmal gekauft gehabt, bevor ich das mit dem Mikroplastik wusste…).

Nun habe ich bei Rossmann nachgefragt und folgende Antwort erhalten:

Meine Anfrage: Frage zu Domol Geschirr-Reiniger Tabs Ökologisch: Ist die Folie an diesen Tabs aus einem Material was sich wirklich unbedenlich in der Natur auflöst? Durch die Berichterstattung über Mikroplastikrückstände bin ich verunsichert und möchte auf keinen Fall noch mehr Plastik wegspülen… Ich würde mich freuen, wenn Sie mir das kurz sagen könnten. Vielen Dank.

Die Antwort: Die Auslobungen „sanft zur Umwelt“ und „unterstützen zugleich eine Verringerung der Umweltbelastung“ betreffen vor allem die Inhaltsstoffe.

Die Tabs sind gemäß der Ecolabel Kriterien hergestellt. Deshalb haben die angewendeten Inhaltsstoffe eine geringere Auswirkung auf Wasserorganismen und eine reduziertere Wasserverschmutzung, im Vergleich zu Produkten ohne die Ecolabel Zertifizierung. Weitere Informationen über Ecolabel und die Kriterien, finden Sie auch unter http://www.ecolabel.eu.

Heute werden alle Geschirr-Reiniger Tabs in Folie verpackt, da dies von der EU gesetzlich vorgeschrieben ist. Bei den domol Geschirr-Reiniger Tabs ökologisch wir eine wasserlösliche Folie für die Verpackung verwendet. Bei der Folie handelt es sich um eine wasserlösliche PVOH Folie die sich im Wasser komplett auflöst.

Die Lösung wird von Mikroorganismen zu Kohlendioxid und Wasser umgewandelt und ist voll biologisch abbaubar. Die wasserlösliche Folie ist ungiftig und hautverträglich. Normale Kunststoffverpackungen bestehen dagegen aus wiederverwertbaren Kunststoff die der Wertstoffsammlung zugeführt werden sollten.

Die Frage nach Mikroplastik wurde zwar nicht explizit verneint, aber wenn die Folie sich auflöst und von Mikroorganismen zu Kohlendioxid und Wasser umgewandelt wird, dann kann es ja wohl kein Plastik sein, oder?

Kategorien: Produktinfos und -entdeckungen | 17 Kommentare

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17 Gedanken zu „Mikroplastik

  1. Hallo Katja!

    Plastik löst sich genau GAR NICHT auf, also ist es auch kein Plastik.

    Besser finde ich trotzdem Pulver, das gar nicht in Folie verpackt ist und möglichst nur im Karton verpackt verkauft wird.

    Ich möchte dazu noch einmal recherchieren.

    lg
    Maria

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    • Maria das wäre mir auch am liebsten. Brühl. Auflösen… Ist klar daß es sich nicht wirklich auflösen kann. Für uns dumme Verbraucher würde die zersetzung in mikropartikel aber sicher als „auflösen“ verkauft werden…

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      • Also rückstandsfrei löst es sich sicher nicht auf, weil wenn die Folie vorher Folie ist, dann ist sie nachher in Wasser gelöste Folie. Sie verschwindet hat nicht durch das Wasser.

        Vielleicht doch lieber mit der Hand abwaschen. Mache ich seit 5 Wochen.

        lg
        Maria

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      • Nein Maria, abwaschen ist keine Alternative für mich. Ich habe eine 40 Stunden Woche und eine Haushalt und ein Geschäft. Ich komm so schön kaum hinterher….

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  2. Sue Kollenberg

    Wir hatten die auch schon mal und es war noch einer da den ich da nun rausgefriemelt habe und das dann mit Wasser zusammen in der Hand hatte. Es wird wie ein Gel. Aber ob man die Microkügelchen fühlt. Wenn es in sich in Kohlendioxid und Wasser zersetzt dann weiß ich auch nicht so sicher. Ich frage mal Bekannte vom Max Plank Institut was die dazu sagen.

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  3. Stadtpflanze

    Hallo,

    Ich finde deine Anfrage super. 🙂 Das ist kein Plastik, jedenfalls glaube ich nicht, dass der Stoff unter die Definition von „PlastiK“ fällt. Ob es aber unbedenklich ist, darüber kann man sich sicher streiten…

    Ergänzend kannst Du auch hier schauen: http://de.wikipedia.org/wiki/Polyvinylalkohol Am besten machst du dir bei dem Artikel erst einmal selbst ein Bild. 🙂

    Ich habe keinen Geschirrspüler, kann aber gut verstehen, dass du darauf nicht verzichten kannst/willst – und ich finde es wie gesagt sehr gut, dass du erst einmal angefragt hast, denn jetzt kannst du das Geschirrspülmittel bewerten, ohne gleich „das Kind mit dem Bade“ auszuschütten. 🙂

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  4. muckla

    Hallo!
    Super, deine Initiative!
    Unter Plastik versteht ich Kunststoff, also ein synthetisch hergestelltes Polymer. Das ist PVOH (Polyvinylalkohol) definitiv. Es wird letztendlich aus Erdöl hergestellt. Aus dem Erdöl wird Ethen, aus diesem Vinylacetat, aus diesem Polyvinylacetat, und daraus wird schließlich PVOH hergestellt.
    Die Wasserlöslichkeit von PVOH widerspricht meiner Ansicht nach nicht der Definition von Plastik.
    Interessant ist eher die Frage nach der biologischen Abbaubarkeit. Ist diese tatsächlich möglich (und auch das widerspricht m. A. nicht der Definition von Plastik), und wenn ja, unter welchen Bedingungen und wo werden diese erreicht? In der Antwort von Rossmann wurden für den Abbau notwendige Mikroorganismen erwähnt, da frage ich mich, sind das irgendwelche oder ganz spezifische? Und wo sind die? Etwa in deiner Spülmaschine?
    Ich bezweifle doch eher, dass das ganze wirklich abgebaut wird…

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  5. Pingback: plastic free july – Zwischenbericht #2 | widerstandistzweckmaessig

  6. Mara

    Ich bin seit einigen Wochen auf diesen Seiten hier unterwegs und bin dabei auf ein DIY-Mittel für den Geschirrspüler gesto0en. Es besteht aus Zirtronensaüre-Pulver, Waschsoda + gekauftem Geschirrspülsalz. Bin mit dem Spülergebnis sehr zufrieden. Sogar die Messer sind danach fleckenfrei.

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  7. Pingback: plastic free july – Zwischenbericht #3 | widerstandistzweckmaessig

  8. …noch eine ganz andere Anmerkung:
    Du sprichst mehrfach davon, angebrochene Packungen mancher Produkte zu entsorgen, wenn sie Dir nicht ins plastikfreie Konzept passen. Die Sachen sind aber alle mal aufwendig hergestellt worden – Was spricht dagegen, angebrauchte Pakete ersteinmal aufzubrauchen, oder – im Falle des Peelings, mit dem Du Dich nicht mehr wohlfühlst – statt in den Müll an Freunde oder Bekannte weiterzugeben?
    Falls das hier schon thematisiert wurde, bitte ich um Verzeihung- ich bin heute erst über Links auf dies Blog gestoßen und wollte nicht erst suchen.
    Ansonsten werde ich hier sicher wieter gucken, denn ich befinde mich noch am Anfang der Umstellung meiner Konsumgewohnheiten und werde hier sicherlich fündig bei einigen Fragen, danke dafür 🙂

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    • Hallo Fjonka, meine Antwort kommt spät, aber sie kommt! Ich werfe grundsätzlich nichts weg, was noch gebraucht werden kann. Das einzige, von dem ich hier mal berichtet habe, war die Scheuermilch. Beim Peeling habe ich ja nur laut nachgedacht. Bei der Scheuermilch (und auch beim Peeling), die wahrscheinlich Mikroplastik enthielt, ist es sicher besser, sie so zu entsorgen, als aufzubrauchen oder zu verschenken – denn dann landen ja die gefährlichen Partikel im Wasser und damit im Trinkwasser oder der Nahrungskette. Das war für mich keine Lösung! Ansonsten hast Du natürlich Recht und ich habe das auch so gehandhabt. Plastikaufbewahrung habe ich entweder verkauft (Tupper) oder für anderes als Lebensmittel benutzt.

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  9. Daniel

    Von dem gehe ich aus, zumindest hoffe ich das das Zeug nicht als Mikroplastik gilt😬

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