Monatsarchiv: August 2015

Fazit Aldimonat

Der Monat ist vorbei und ich muss ehrlich sagen, dass ich ganz froh darüber bin! Allerdings aus ganz anderen Gründen, als ich es am Anfang des Monats gedacht habe. Es hat sich auf jeden Fall das gezeigt, was ich bezwecken wollte. Das Einkaufen war wesentlich entspannter oder besser gesagt unaufgeregter. Und wir haben mindestens 150 EUR weniger für Lebensmittel ausgegeben, als in sonstigen Monaten. Gestört hat mich das höhere Müllaufkommen nur bedingt.. das hätte ich mir stärker vorgestellt. Aber (jetzt kommt das aber….) es war irgendwie… unsexy.  Ich weiß gar nicht wie ich es beschreiben soll. Einkaufen im Diskounter und ausschließlich im Diskounter ist so langweilig. Wenn man wie ich gerne kocht und Lebensmittel einfach gerne mag, dann ist das echt öde. Am Ende habe ich die Tage gezählt und freu mich schon auf den Markt am Samstag und auf meine Biokiste am Donnerstag. Und die Auswahl war zum Teil wirklich bescheiden (und ich habe abwechselnd in drei verschiedenen Aldis eingekauft). Was mich auch sehr gestört hat, ist dass die Qualität des Gemüses suboptimal war. Grüne Tomaten (und das im August!!), welke Zucchini, labberige Gurken… na ja. Und immer nur die gleichen Sachen. Die Obstauswahl war dagegen sehr gut und auch lecker. Gute Birnen, leckere Pfirsiche und reife Mangos. Da kann man nicht meckern. Das Fleisch war geschmacklich ok (ja, ich weiß, das es nicht von glücklichen Tieren kam) und der Wurstaufschnitt sah zwar sehr appetitlich aus… aber irgendwie schmeckte alles ähnlich. Jedenfalls werde ich zukünftig wieder Wurst und Fleisch bei Edeka an der Theke, Obst und Gemüse wo immer ich gerade bin und Milchprodukte sowie Käse im Bioladen kaufen. Und alles andere einfach nicht mehr ganz so verbissen sehen – denn der entspannte Aspekt hat mir sehr gut gefallen!

Kategorien: Nachdenkliches | 3 Kommentare

Selbstgemachtes Maschinenspülmittel

Ich habe ja schon hier und hier von meinen Erfahrungen mit Reinigungsmitteln für die Geschirrspülmaschine berichtet. Bis zuletzt hatte ich noch von dem Sodasan Mittel, mit dem ich auch sehr zufrieden war. Nur den Preis von knapp 10 EUR pro Packung finde ich nach wie vor happig, das ist immerhin mehr als das Dreifache des Preises des konventionellen Pulvers von dm. Es ging jetzt zu Ende und ich war hin und her gerissen. Nachkaufen? Für 2,75 EUR das „denk mit“ Pulver von dm kaufen? Spülmaschinentabs von Aldi kaufen (wegen des Aldi-Monats)? Tabs benutze ich schon seit Jahren nicht mehr (mit Ausnahme des Test der Tabs mit der wasserlöslichen Folie). Mit dem Pulver kommt man viel weiter als mit Tabs und vor allem kann man es dosieren. Ich habe auch von Technikern gehört, die bei Reparaturen von Tabs abgeraten haben und zu Pulver geraten haben. Meinem Vorsatz, nur in einem Laden diesen Monat einzukaufen wollte ich aber auch nicht untreu werden und so habe ich endlich einmal gemacht, was ich ohnehin schon lange vorhatte – Das Spülipulver einfach selbst mischen (ihr merkt schon, ich kann einfach nicht ohne zigfaches Hin- und Herdenken -ich bin ganz froh, dass andere nicht in meinen Kopf gucken können, da geht es manchmal bei solchen Überlegungen zu wie bei einem Tennisspiel….).

Geschirrspülpulver

Das Rezept dazu hatte ich hier gefunden (übrigens ist dieser Blog ein Füllhorn von tollen Selbermach-Rezepten!!), die Zutaten schon längst gekauft bzw. ohnehin zu Hause.

Man braucht zur Herstellung gerade mal drei Zutaten, in jeder Drogerie zu finden:

1 Teil Zitronensäure
4 Teile Waschsoda
1 Teil Spezialsalz für Spülmaschinen*

*Bitte kein Speisesalz verwenden – Trennmittel, Rieselhilfen und Jod können die Spülmaschine ordentlich versauen.

Also flugs eine kleine Testmenge angemischt und die Spülmaschine angestellt. Und was soll ich sagen – das Geschirr ist megamäßigsupersauber geworden!! Und es waren nicht nur angestaubte Gläser in der Ladung sondern fettige Hühnersuppentöpfe und Teller vom Grillen, also durchaus anspruchsvoller Schmutz. Ich bin total begeistert und ärgere mich, dass ich es nicht schon längst mal probiert habe. Die Kosten sind minimal, alle Zutaten bekomme ich bei dm oder ähnlichen Läden in Papierverpackung und es funktioniert. Was will man mehr!

Ich werde berichten, wie es sich langfristig benimmt. Wichtig ist denke ich auch, dass es vielleicht nicht ganz so super funktioniert, wenn man davor konventionelle Mittel benutzt hat. Denn bei meinem Umstieg auf das Sodasan hatte ich die ersten Male durchaus mal nicht so dolle Ergebnisse. Ich habe aber nachgelesen, dass das oft ist, weil wenn man zuerst phosphatfreie Mittel benutzt, es in der Übergangszeit wegen der Reste des alten Mittels zu Problemen kommen kann. Zuletzt hat das Sodasan aber wirklich genial gereinigt. Und immer darauf achten, ausreichend Klarspüler und Salz nachzufüllen, denn nur dann kann alles gut funktionieren. Für meinen Klarspüler muss ich mir dann demnächst auch noch einmal was überlegen, denn da habe ich noch ganz normalen. Leider frisst meine Maschine (knapp 10 Jahre alt) den regelrecht, so dass ich da bislang keinen Öko-Klarspüler verwendet habe, der war mir schlicht zu teuer. Hier gibt es auch dafür ein Rezept zum Selbermachen, ich werde es einfach probieren, wenn meiner alle wird.

Kategorien: Selbstgemacht statt Gekauft | 12 Kommentare

Experiment Aldi

Gleich nach unserem Urlaub wurde mein Mann krank. Nichts sehr schlimmes, aber immerhin ein Ausfall von zwei Wochen. Wer auch selbständig ist, weiß, dass ein Ausfall insbesondere in einem Ein- bzw. Zwei-Mann-Unternehmen immer teuer wird.. Gleichzeitig macht im August meine BioKiste Lieferpause, weil die Urlaub haben. Da das Geld im Moment also etwas sehr zusammen gehalten werden muss (wir haben Rücklagen, aber die sollen für extreme Notfälle sein), habe ich mich daher für ein Experiment entschieden.. ein Experiment, dass wahrscheinlich bei vielen meiner Leser auf absolutes Unverständnis stoßen wird. Ich werde einen Monat lang nur bei Aldi einkaufen. Ich habe mir drei Ausnahmen gesetzt: Getränke werden weiterhin nur in Pfandflaschen gekauft, Hackfleisch sofern ich es brauche, von der Frischetheke (ich mag das Abgepackte nicht) und Beeren werden auf dem Markt gekauft, da gerade Saison ist und die Saison ohnehin nur so kurz ist.

Nun werdet ihr sicher wissen wollen, warum… Ich sehe es neben dem Aspekt, dass wir diesen Monat so wenig wie möglich ausgeben wollen / können ein bißchen wie fasten. Ich habe mich in den letzten Monaten mit dem Thema Einkaufen / Herkunft der Lebensmittel / Ethik beim Einkaufen etc. so stark auseinandergesetzt, dass ich wirklich gestresst war. Ich bin zu mehreren Einkaufsstätten gefahren um alles so verpackungsarm wie möglich zu bekommen. Dort habe ich zum Teil wahlloser als sonst gekauft, wenn ich Neues und Interessantes gesehen habe. Dann gab es streßbedingt doch noch genug Einkäufe im Supermarkt, da hatte ich dann wieder ein schlechtes Gewissen. Ich habe das Gefühl, als muss ich mich komplett auf Null resetten. Und da dachte ich mir, ich kaufe einfach mal so wenig wie möglich und so günstig wie möglich. Ich muss dann nicht mehr ständig überlegen, wenn z.B. Senf alle ist, welcher es noch mal war, der auf Gen-Senf getestet war und wo ich den am ökolögischsten und besten kaufen kann. Das ganze macht mir echt Streß, meist stört mich das nicht aber in letzter Zeit hat es mich total genervt.

Ich habe Aldi gewählt, weil die von den Diskountern in meinen Augen am wenigsten Auswahl bieten (obwohl es immer noch genug ist, aber gefühlt nicht so wie Netto oder Lidl. Außerdem habe ich bei Aldi (Nord) nicht noch die mich vor Entscheidung stellenden Markenprodukte sondern nur deren Eigenmarken. Außerdem gibt es einen Markt, der direkt neben meiner Arbeit liegt, so kostet es so wenig Zeit wie möglich. Was es da nicht gibt, gibt es diesen Monat nicht.

Gleichzeitig möchte ich meine Vorräte reduzieren (passend dazu ist unser zweiter Tiefkühlschrank kaputt gegangen und wir kochen gerade recht kreativ..) und mal in  mich hineinhorchen, wie es mir geht, wenn ich entgegen dem, was ich in den letzten zwei Jahren so über die Lebensmittel gelernt habe, handele. Außerdem geht es mir ja vorrangig um das Vermeiden von Verpackungsmüll, ich bin kein 100% Plastikgegner und kaufe auch sonst nicht zu 100% Bio ein. Ich werde dieses Experiment also gleichzeitig dazu nutzen, zu testen, wie man das Einsparen von Verpackungsmüll auch in einem Discounter umsetzen kann. Denn eine Vielzahl der Menschen kann aufgrund des Einkommens nur im Discounter einkaufen und hat nicht die Wahl. Ich mache das freiwillig jetzt mal für einen Monat und werde sehen, wie es mir geht. Ich werde während diesen Monats darüber reflektieren, was ich überhaupt kaufen „muss“ – denn ich versuche, so wenig wie möglich zu kaufen und zu sehen, ob es Alternativen gibt, die man selber machen kann. Ich werde also jetzt nicht einen Monat lang Fertigessen kaufen, sondern im Gegenteil ganz minimalistisch einkaufen und das eben so billig wie möglich.

Stresst euch diese Vielfalt beim Einkaufen auch manchmal? Ich habe mal versucht, einfach alles bio zu kaufen, um mir die Entscheidung abzunehmen. Aber da macht mein Kopf nicht immer mit… die Preisunterschiede sind so enorm, das ich da manchmal mich nicht überwinden kann.. auch wenn mein Kopf weiß, dass es wahrscheinlich die bessere Qualität ist. Meine Traumvorstellung von meinen Lebensmitteln ist, nur noch ein Öl, ein Essig, eine Sorte Nudeln etc. zu haben. Wenn die alle ist, wird eine neue Sorte gekauft. So macht Bea Johnson es und ich finde das toll. Aber ich habe oft Rückfälle und meine dann, Auswahl haben zu müssen.

Ich hoffe die Gedankengänge waren jetzt nicht zu wirr und ihr bleibt mir treu 😉

Kategorien: Nachdenkliches, Uncategorized | 3 Kommentare

Weniger Abfall auf Reisen

bärensee

Wir waren im Juni drei Wochen in Kanada und haben einen Traumurlaub genossen. Neben der fantastischen Natur, einer Alaskakreuzfahrt, der genialen Stadt Vancouver, einem Hundebiss, einem geschrotteten Auto (das war jetzt nicht wirklich abfallarm..sondern ein blöder Unfall) und einer Leiche in einem Canyon (die wir gesehen haben, als sie wieder aufgetaucht ist.. der Verrückte war kurz zuvor gesprungen, weil er sich abkühlen wollte schrieb die Zeitung später…) habe ich natürlich auch ein besonderes Augenmerk auf Müllvermeidung gehabt. Mir ist klar, dass wir nicht auf alles verzichten wollen, aber ich bzw. wir haben uns bemüht. Mit im Gepäck waren meine Klean Kanteen Flaschen, ein Messer, Geschirrhandtuch sowie ein Einkaufsbeutel. Vergessen hatte ich leider eine Aufbewahrungsdose, so dass wir uns eine Plastikdose kaufen mussten (für geschnittene Äpfel, Fudge und andere Leckereien). Wir haben es zwar nicht ganz geschafft, kein Wasser zu kaufen, aber im ganzen Urlaub insgesamt glaube ich nur 4 Flaschen. Ansonsten gab es Leitungswasser, das ging auch!

flascheKanada ist einfach unglaublich schön, auch wenn wir nur einen kleinen Teil gesehen haben. Diese Natur ist unbeschreiblich und das kommt von jemandem wie mir, die eigentlich überhaupt kein großer Naturliebhaber ist. Also natürlich mag ich die Natur, aber ich bin nicht so ein „wir wandern jedes Wochenende und zelten etc.“ Typ. Aber in Kanada? Da hätte ich mir am liebsten ein Zelt gekauft und wäre geblieben.. Wir sind mit dem Auto von Edmonton nach Vancouver durch Nationalparks gefahren und dann haben wir noch eine Alaska-Kreuzfahrt gemacht. In Alaska haben wir zwei Gletscher besucht und einen sogar beim kalben zugesehen. Das Abbrechen eines Stückes war gleichzeitig beeindruckend und schrecklich  -denn plastischer kann sich die Erderwärmung nicht darstellen. Uns wurde berichtet, dass die Gletscher jedes Jahr um mehrere Meter zurück gehen – das ist schon erschreckend und besonders eindrücklich, wenn man da steht und einem die Ranger zeigen, bis wo das Eis noch im letzten Jahr ging. Das hat mich noch mehr bestärkt, so „Grün“ wie es mir möglich ist, zu leben.

eisscholle

Ich war natürlich total gespannt, ob ich irgendwo BulkShopping entdecken würde.. und tatsächlich, einige 100 Meter neben unserem Hotel in Vancouver gab es einen WholeFoods Markt. Soooo toll! Ich habe mir als Souvenir einen BulkBeutel und einen kleinen Onyx-Container (die kommen auch aus Kanada) gekauft. Davon habe ich sehr viel mehr als von irgendeinem Nippes.

bulkshopping

Ich war auch sehr gespannt darauf, ob in den Hotels, die wir gebucht hatten, beim Essen und im Zimmer sehr viel Einwegmüll sein würde. Aus den USA hört man ja zum Teil Erschreckendes… selbst etwas bessere Hotels sollen auf Frühstücksbuffets Styroporteller etc. hinstellen. Aber Kanada (zumindest die beiden Provinzen, die ich bereist habe), sind da total fortschrittlich. Selbst Milch für den Kaffee kam fast ausschließlich in kleinen Kännchen auf den Tisch. Geschirr war (außer in einem Fast-Food Restaurant) immer Mehrweg. Eine weitere tolle Sitte ist, dass man immer kostenlos Wasser auf den Tisch gestellt bekam. Leitungswasser ist in Kanada umsonst und wird daher immer gereicht. Oft in schicken Karaffen direkt auf den Tisch oder es wurde eingeschenkt aus großen Karaffen. Und bei einem Frühstück waren die Trinkgläser sogar Mason Jars. Ich war im Himmel ..

frühstück

Kreativ waren auch die Betreiber dieses Fischstands.. dort gab es vor Ort frisch gefischten Fisch, natürlich sehr gesund paniert und frittiert und so unglaublich lecker! Kreativ war die Art, wie sie das „FastFood“ (auf das man wegen des irren Andrangs locker 30 – 45 Minuten gewartet hat, aber das Warten hat sich gelohnt) serviert haben. In asiatischen Bambuskörben, die nur mit einer Lage Backpapier ausgelegt waren. Die Ketchupbehälter waren ebenfalls aus Papier. „Blöder“ Müll waren nur die Dose und die Gabel – aber manchmal möchte man eben auch was anderes trinken als nur Wasser.. Und ab und zu kann ich damit gut leben.

fish

Besonders toll war ein Markt auf Granville Island. Ein überdachter Wochenmarkt mit ganz vielen tollen Ständen. wie begeistert ich war, sieht man wohl an meinem Gesicht …

markt

Ein weiteres Highlight gab es am Flughafen in Vancouver – neben den Trinkwasserspendern, aus denen man direkt trinken konnte, gab es auch einen, an dem man seine Flaschen füllen konnte. Und dann sieht das auch noch aus wie eine deutsche Firma… warum gibt es die hier wohl nicht? Zumindest habe ich hier noch nie so einen in Live gesehen.

wasserspender

Dieser Urlaub war trotz aller Katastrophen (siehe ganz oben) so genial dass ich immer noch ein seeliges Grinsen im Gesicht habe, wenn ich die Bilder ansehe. Ich muss unbedingt noch einmal zurück!

Kategorien: Reisen | Ein Kommentar

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