Verpackungsfreie Läden

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Man hört ja jetzt doch immer öfter, das in vielen Städten verpackungsfreie Läden aufmachen. Auch Hannover wird nächstes Jahr einen bekommen, LoLa steht in den Startlöchern. Eine Frage beschäftigt mich jedoch sehr – wie läuft das in den Läden eigentlich mit dem Kassieren und Abwiegen? Ich habe jetzt einige Male gelesen, dass man Sticker auf seine Behälter bekommt, wie beim Supermarkt in der Obst und Gemüseabteilung. Ehrlich gesagt finde ich das total daneben – ich verzichte auf die Verpackung und muss dann einen größeren Aufkleber entsorgen?? Irgendwie doch kontraproduktiv, oder? Ich stelle es mir idealer vor, wenn man beim Einkaufen die entsprechenden Produktnummer notiert (auf einem Schmierzettel zum Beispiel) und seine Behälter mit dem Taragewicht versieht (z.B. mit wasserfestem Marker auf Gläsern und Stoffstiften auf Beuteln). Dann müsste das an der Kasse doch auch gehen, oder? Von einigen Läden habe ich auch gehört, das man dort nur mit den von dort angebotenen Behältern einkaufen darf, ich weiß leider nicht mehr, welche Läden das waren. Für mich wäre das der Knackpunkt – ich würde es nicht einsehen, teurer in einem unverpackt-Laden einzukaufen wenn ich dafür zig Sticker produziere. Das ist auch ein Grund, warum ich einen bestimmten kleinen Bioladen in meiner Nähe meide, weil man da sein Obst und Gemüse selbst abwiegen und mit einem Sticker versehen muss! In einem sehr übersichtlichen Bioladen meines Erachtens total überflüssig.

Ich würde mich über eure Erfahrungen in den Kommentaren freue!

Nachtrag: Ich meinte nicht die Aufkleber fur das tara gewicht, denn die können ja in der Regel drauf bleiben bzw. ich ging davon aus, dass ich die permanent auf die Behälter / Beutel schreiben könnte. Mir ging es um den Aufkleber mir dem Preis für die abgewogene Menge / den Inhalt. Der ist nur für den einmaligen Gebrauch und damit auch nicht viel weniger schlimm als eine ganze Verpackung. Ich bin etwas überrascht, dass die meisten, die kommentiert haben, das nicht so zu stören scheint. Ist es denn übertrieben, zu denken, dass wenn man schon verpackungsfrei einkauft und dafür auch einen sehr viel höheren Preis bezahlt, man auch wirklich KEINEN Müll produzieren möchte? Für mich wäre es z.B. auch ein NoGo, wenn ich in dem Laden erst bestimmte Verpackungen kaufen müsste (wenn sie auch dann immer wieder benutzt werden kann) und nur die immer wieder verwendet werden dürfen. Denn ich habe reichlich Aufbewahrungsdosen und Gläser… Also wenn, dann muss es ohne Zusatzausgaben und ohne neue, eigentlich nicht benötigte Gefäße gehen. Für mich ist das sonst nur eine halbe Sache. Aber offensichtlich bin ich da zu extrem..

Kategorien: Nachdenkliches | 12 Kommentare

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12 Gedanken zu „Verpackungsfreie Läden

  1. Hallo Katja!

    In Wien war das so, dass nicht so viel los war, sie hat die Tara abgewogen, ich habe eingefüllt und der Preis wurde sofort in die Kasse getippt.

    Natürlich mit selbst mitgebrachtem Gefäß.

    lg
    Maria

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  2. Das ist sehr unterschiedlich und kommt auch auf die Größe des Ladens an. In der Tat werden Aufkleber auf die mitgebrachten Gläser geklebt. Zumindest in Kiel und in Dresden war das so. Anders kann man das bei mehreren Kunden auch nicht effizient machen. Umgehen könnte man das Problem, indem genormte Gläser genommen werden und dann einfach an der Kasse abgezogen werden.
    Aber das ist einfach der Knackpunkt beim verpackungsfreien Einkauf. Aber auf alle Fälle ein guter Hinweis für künftige Ladenbesitzer 😉

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  3. Ich kenne es bisher auch so, dass mitgebrachte Behälter vorher gewogen werden müssen und die Waage (bei Original Unverpackt) automatisch einen Aufkleber ausspuckt. Die Möglichkeit, das Gewicht selber draufzuschreiben, gibt es leider nicht. Allerdings verwende ich dafür immer wieder die selben Behälter und bisher haben die meisten Aufkleber sogar die Spülmaschine überlebt. Und im Vergleich zu einer (Plastik-)Verpackung finde ich den Aufkleber ok. Wenn man die Behälter im Laden kauft (oder welche wiederverwendet, die man einmal dort gekauft hat), dann haben sie eine Liste mit den Taras und man kann auf den Aufkleber verzichten.

    Das Problem mit den Aufklebern aus dem Bioladen kenne ich auch. Aber es ist, so mein Eindruck, die Lösung, die für den Laden am besten zu handhaben ist. Oftmals ist nur eine Angestellte da und wenn die das Obst und Gemüse (das ich ja auch oft ganz ohne Beutel in meinen Korb lege, Äpfel zum Beispiel) je nochmal selber wiegen müsste, dann geht das alleine nicht. Die Folge wäre ein weiterer Angestellter im Laden und damit höhere Kosten und höhere Preise. Da dass die meisten nicht mitmachen würden, finde ich die Aufkleber unterm Strich ok und immer noch 1000x besser als die abgepackten Sachen aus dem Supermarkt. Und in allen anderen Fragen (Käse direkt in meine Box u.ä.) sind sie super!

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    • Ich meinte allerdings nicht die Aufkleber fur das tara gewicht, denn die können ja drauf bleiben. Sondern den aufkleber mir dem preis für die abgewogene Menge. Der ist nur für den einmaligen Gebrauch und damit auch nicht viel weniger schlimm

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      • Fussel

        Außer dem Tara-Aufkleber gibt es (zumindest in Dresden) keinen weiteren Aufkleber. Und bei Thekenware (Milchprodukte etc., da wird man bedient) wird oft das unbeklebte Glas gewogen und das Tara eingetippt beim endgültigen Wiegen. Und für Trockenprodukte verwende ich auch immer wieder die gleichen Gläser und der Aufkleber bleibt drauf.
        Die Spülmaschine überleben sie bei mir aber nicht – aber meist haben die, die gepült werden müssen, eh keinen Aufkleber weil an der Theke befüllt.

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    • Und supermärkte wiegen doch auch direkt an der kasse…..

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    • Aber natürlich hast du Recht. Die Läden müssen es so machen, wie sie es für richtig halten. Ist in meinem eigenen Laden Ja auch so. Aber ich finde es trotzdem nicht ganz durchdacht und letztendlich ist es nicht müllfreies einkaufen. Wobei … Wenn die Aufkleber aus Papier wären und die Klebeschicht auch irgendwie ökologisch, dann wäre es super!! Ich bin gespannt, wie der Hannoversche Laden dies löst.

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  4. Anke

    Hallo Katja, in Bonn ist das auch so, wie bereits beschrieben. Dort gekaufte Behälter oder Beutel haben die in der Kassen – benötigen also keinen Aufkleber. Das ausgewaschene Marmeladen- oder Gurkenglas braucht den Tara-Aufkleber. (Die verwendete Farbe hat den Spülgang leider nicht überstanden, also vorsichtig säubern 😉 An der Kasse wird Tara gescannt und der Inhalt gewogen. Den Inhalt können die Kassierer erkennen oder ich muss mir merken, was ich abgefüllt habe. Einen Kassenzettel bekomme ich aber auch, immer mit Produkt und Grundgewicht. Die kann man dann mit Bioladen oder Reformhaus vergleichen…
    Warum schreibst Du die Leute von LoLa nicht einfach an, wenn es Dich so sehr interessiert? Die werden zwar schon ihre Planungen haben, aber kreative Denkanstöße sind doch nicht verkehrt.
    Die haben doch sicher facebook O_o

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    • Hallo Anke, ich stehe schon im Kontakt mit Lola, habe ja auch beim Crowdfunding mitgemacht. Letztendlich muss es jeder Ladeninhaber selbst entscheiden, wie er es handhabt. Ich habe ja auch einen Laden und würde nicht wollen, dass mir Leute da rein reden.

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  5. Liebe Katja,
    In meinem Bioladen ist es so, dass sie die Behälter mit Tara vorher wiegen oder ich schreibe das Gewicht schon vorher auf meinem Einkaufszettel. Da ich Stammkundin bin, kein Problem. Bei den Stoffbeuteln habe ich das Gewicht eingestickt, ansonsten machen die einfach eine Pauschale an der Kasse. Dort wird auch gewogen. Ausgenommen die Sachen von der Frischetheke, wie Datteln oder Frischkäse. Da bekomme ich einen Zettel, den ich das nächste Mal als Einkaufszettel wiederverwende. Aufkleber fände ich total doof. Sind ja meist nicht mal recycelbar.

    Liebe Grüße

    Steffi

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  6. Fussel

    Nochmal zu Deinem Nachtrag:
    In unserem verpackungsfreien Laden gibt es KEINE Aufkleber mit dem Preis für die abgewogene Menge / den Inhalt. Es gibt nur die Tara-Aufkleber, und die braucht man auch nicht immer (Thekenware, wiederverwendete Gläser bzw. Gläser mit Standardgewichten, die man notiert hat).
    Und das habe ich auch als Tenor der anderen Kommentare so verstanden.

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