Reisen

Bea Johnson in Münster

Am 09.06.2016 habe ich mit der Deutschen Bahn auf den Weg nach Münster gemacht. Mein Ziel war der Laden Natürlich Unverpackt. Dort traf ich nicht nur auf Bea Johnson vom Blog Zero Waste Home sondern auch auf ganz viele nette und engagierte andere Menschen, die am ZeroWaste-Lebensstil Interesse haben. Auf dem Weg habe ich mich natürlich ohne Müll verpflegt, war ganz problemlos. Kaffee und eine Börekschnecke habe ich mir bei der Backfactory in meine mitgebrachten Behälter abgefüllt.

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Im Natürlich Unverpackt angekommen habe ich erstmal die ganz besondere Wirkung, die Bio- und Unverpackt Läden auf mich haben, in mich aufgesogen. Irgendwie mag ich es,  mich dort ganz in Ruhe umzusehen. Ich finde, es ist dort fast immer ruhiger als anderswo, nicht vom Geräuschpegel her sondern irgendwie gelassener und „ruhender“. Weiß nicht, wie ich das beschreiben soll…

Das Sortiment konnte ich vorher auf der Webseite ansehen, so waren genug Gläser und Beutel in meiner Tasche und ich konnte einkaufen, was es bei mir vor Ort nicht lose gibt. So habe ich jetzt Trockenefe, Backpulver, Schokolinsen, Cranberries in weißer Schokolade und Zahnputztabs bekommen. Voll super, vor allem die Hefe. Danach gab es dann erstmal einen Cappuccino und diverse tolle Unterhaltungen mit den anderen netten Leuten (unter anderem war auch Marie, die Gründerin des ersten deutschen Unverpack Ladens aus Kiel, dort! Leider habe ich nicht von allen die Namen – wenn ihr euch angesprochen fühlt meldet euch doch gerne bei mir per mail oder über facebook, ich würde gerne in Kontakt bleiben!

Bea Johnson war auch schon da und man konnte zu ihr gehen und sich unterhalten und das Buch signieren lassen wenn man wollte. Wollte ich natürlich! Sie war sehr nett und aufgeschlossen und es war insgesamt ein toller Nachmittag.

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Am frühen Abend hielt sie einen Vortrag in der Uni, zu dem ich mich zusammen mit einigen anderen vom Laden aus auf den Weg machte. Unterwegs hielten wir noch bei einem Bistro an und aßen etwas – das war sehr lustig, weil wir den netten Damen dort klar machten, dass wir keine Papierserviette wollten. Sie fragten etwas erstaunt, warum denn?? Nachdem Kirsty es ihnen erklärte fanden die das richtig gut!

Der Vortrag war auch extrem kurzweilig und unterhaltsam. Bea erzählt sehr anschaulich ihre Geschichte, zeigt dazu Fotos und wir haben viel gelacht.

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Anja von Natürlich Unverpackt hatte das alles toll organisiert und es gab anschließend sogar noch Pizza und Getränke. Toll anzusehen war auch, das auf fast jedem Tisch die mitgebrachten Mehrwegflaschen standen und wir Mädels gingen zusammen zur Toilette nicht die Nase pudern sondern die Flasche auffüllen. Rebekah erwähnte zu Recht, wie unterschiedlich die Anwesenden in ihrem Zero Waste Bemühen sind. Sie habe ganz selbstverständlich zum Papierhandtuch gegriffen nach dem Händewaschen während alle anderen neben ihr das eigene Tuch aus der Tasche zückten. Peer Pressure mal anders :-). (Ich hatte allerdings auch kein Tuch dabei….. ).

Erstaunt war ich zunächst, dass Bea das ihr überreichte Geschenk ablehnte – ein Baumwollbeutel mit essbaren, unverpackten Dingen darin (ich weiß nicht was es war, vielleicht Kekse oder so). Ihre Begründung war, dass sie bereits einen Beutel habe… trotzdem tat es mir für Anja leid, denn es ist halt immer noch eher die soziale Norm, Geschenke anzunehmen. Aber es war mit Beas Lebensstil konform und daher vollkommen konsequent. Bei solchen Situationen wird mir immer wieder bewusst, dass ich zwar Müll vermeiden möchte und mich mit für mich nützlichen Dingen und keinem Kruschtsch umgeben möchte, aber niemals Minimalistin werde und auch nicht sein möchte. Bea ist jedoch Minimalistin und eigentlich ist glaube ich aufgrund des Minimalismusses so Zero Waste… (ist das jetzt schon ein Adjektiv? 🙂 ). Interessant war es allemal und ich würde jederzeit wieder so einen Ausflug machen!

 

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Zero Waste Ausflüge

Ich freu mich schon total auf den Juni – denn ich werde gleich zwei weitere Unverpackt Läden besuchen. Am 09.06. werde ich nach Münster fahren und dort zunächst den Natürlich Unverpackt von Anja besuchen. Dort gibt es eine Signierstunde mit Bea Johnson und im Anschluss einen Vortrag von ihr. Auch im Juni werde ich in Berlin sein und natürlich steht ein Besuch bei Original Unverpackt ganz oben auf meiner ToDo Liste.

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Weniger Abfall auf Reisen

bärensee

Wir waren im Juni drei Wochen in Kanada und haben einen Traumurlaub genossen. Neben der fantastischen Natur, einer Alaskakreuzfahrt, der genialen Stadt Vancouver, einem Hundebiss, einem geschrotteten Auto (das war jetzt nicht wirklich abfallarm..sondern ein blöder Unfall) und einer Leiche in einem Canyon (die wir gesehen haben, als sie wieder aufgetaucht ist.. der Verrückte war kurz zuvor gesprungen, weil er sich abkühlen wollte schrieb die Zeitung später…) habe ich natürlich auch ein besonderes Augenmerk auf Müllvermeidung gehabt. Mir ist klar, dass wir nicht auf alles verzichten wollen, aber ich bzw. wir haben uns bemüht. Mit im Gepäck waren meine Klean Kanteen Flaschen, ein Messer, Geschirrhandtuch sowie ein Einkaufsbeutel. Vergessen hatte ich leider eine Aufbewahrungsdose, so dass wir uns eine Plastikdose kaufen mussten (für geschnittene Äpfel, Fudge und andere Leckereien). Wir haben es zwar nicht ganz geschafft, kein Wasser zu kaufen, aber im ganzen Urlaub insgesamt glaube ich nur 4 Flaschen. Ansonsten gab es Leitungswasser, das ging auch!

flascheKanada ist einfach unglaublich schön, auch wenn wir nur einen kleinen Teil gesehen haben. Diese Natur ist unbeschreiblich und das kommt von jemandem wie mir, die eigentlich überhaupt kein großer Naturliebhaber ist. Also natürlich mag ich die Natur, aber ich bin nicht so ein „wir wandern jedes Wochenende und zelten etc.“ Typ. Aber in Kanada? Da hätte ich mir am liebsten ein Zelt gekauft und wäre geblieben.. Wir sind mit dem Auto von Edmonton nach Vancouver durch Nationalparks gefahren und dann haben wir noch eine Alaska-Kreuzfahrt gemacht. In Alaska haben wir zwei Gletscher besucht und einen sogar beim kalben zugesehen. Das Abbrechen eines Stückes war gleichzeitig beeindruckend und schrecklich  -denn plastischer kann sich die Erderwärmung nicht darstellen. Uns wurde berichtet, dass die Gletscher jedes Jahr um mehrere Meter zurück gehen – das ist schon erschreckend und besonders eindrücklich, wenn man da steht und einem die Ranger zeigen, bis wo das Eis noch im letzten Jahr ging. Das hat mich noch mehr bestärkt, so „Grün“ wie es mir möglich ist, zu leben.

eisscholle

Ich war natürlich total gespannt, ob ich irgendwo BulkShopping entdecken würde.. und tatsächlich, einige 100 Meter neben unserem Hotel in Vancouver gab es einen WholeFoods Markt. Soooo toll! Ich habe mir als Souvenir einen BulkBeutel und einen kleinen Onyx-Container (die kommen auch aus Kanada) gekauft. Davon habe ich sehr viel mehr als von irgendeinem Nippes.

bulkshopping

Ich war auch sehr gespannt darauf, ob in den Hotels, die wir gebucht hatten, beim Essen und im Zimmer sehr viel Einwegmüll sein würde. Aus den USA hört man ja zum Teil Erschreckendes… selbst etwas bessere Hotels sollen auf Frühstücksbuffets Styroporteller etc. hinstellen. Aber Kanada (zumindest die beiden Provinzen, die ich bereist habe), sind da total fortschrittlich. Selbst Milch für den Kaffee kam fast ausschließlich in kleinen Kännchen auf den Tisch. Geschirr war (außer in einem Fast-Food Restaurant) immer Mehrweg. Eine weitere tolle Sitte ist, dass man immer kostenlos Wasser auf den Tisch gestellt bekam. Leitungswasser ist in Kanada umsonst und wird daher immer gereicht. Oft in schicken Karaffen direkt auf den Tisch oder es wurde eingeschenkt aus großen Karaffen. Und bei einem Frühstück waren die Trinkgläser sogar Mason Jars. Ich war im Himmel ..

frühstück

Kreativ waren auch die Betreiber dieses Fischstands.. dort gab es vor Ort frisch gefischten Fisch, natürlich sehr gesund paniert und frittiert und so unglaublich lecker! Kreativ war die Art, wie sie das „FastFood“ (auf das man wegen des irren Andrangs locker 30 – 45 Minuten gewartet hat, aber das Warten hat sich gelohnt) serviert haben. In asiatischen Bambuskörben, die nur mit einer Lage Backpapier ausgelegt waren. Die Ketchupbehälter waren ebenfalls aus Papier. „Blöder“ Müll waren nur die Dose und die Gabel – aber manchmal möchte man eben auch was anderes trinken als nur Wasser.. Und ab und zu kann ich damit gut leben.

fish

Besonders toll war ein Markt auf Granville Island. Ein überdachter Wochenmarkt mit ganz vielen tollen Ständen. wie begeistert ich war, sieht man wohl an meinem Gesicht …

markt

Ein weiteres Highlight gab es am Flughafen in Vancouver – neben den Trinkwasserspendern, aus denen man direkt trinken konnte, gab es auch einen, an dem man seine Flaschen füllen konnte. Und dann sieht das auch noch aus wie eine deutsche Firma… warum gibt es die hier wohl nicht? Zumindest habe ich hier noch nie so einen in Live gesehen.

wasserspender

Dieser Urlaub war trotz aller Katastrophen (siehe ganz oben) so genial dass ich immer noch ein seeliges Grinsen im Gesicht habe, wenn ich die Bilder ansehe. Ich muss unbedingt noch einmal zurück!

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